fbpx

mein Werdegang

Andrea Knellwolf, geboren 1966, Rechtsanwältin, Leiterin Community Relations bei Roche, Grossrätin, Fraktionspräsidentin, Agnostikerin* und Baslerin aus Überzeugung.

Werkstudentin und Schmuckdesignerin  

Die Jugend verbrachte ich in Obfelden (ZH). Nach der obligatorischen Schulzeit erwarb ich das sogenannte „Bürofachdiplom“, welches mir die Türe zu so manchem Ferien- und Studentenjob öffnete.

In Zürich machte ich die Matura und schliesslich als Werkstudentin das Anwaltspatent. Studium und Lebensunterhalt finanzierte ich mich durch Teilzeitstellen, z.B. als Putzfrau in einer Rehaklinik, an der Migros-Kasse und vor allem natürlich als Anwaltssekretärin in der Wirtschaftskanzlei Niederer, Kraft und Frey an der Zürcher Bahnhofstrasse und in einer Advokatur in Basel.


Parallel dazu baute ich meine gestalterischen Fähigkeiten aus und entwickelte ein eigenes Schmucklabel mit von mir eigenhändig gefertigten Einzelstücken, in denen ich – in den 90er-Jahren durchaus avantgardistisch und gewagt – Stoffblumen, Fotos, Federn und Gummitiere verarbeitete. Daraus resultierten eine grosse Ausstellung und ein Stellenangebot als Designerin von Langani in Stuttgart (www.langani.de).


Anwaltspatent und Sozialpartnerschaft


Ich beliess es jedoch bei einer nebenberuflichen Tätigkeit und setzte den Fokus weiterhin auf die Jurisprudenz. Einen Tag nach der letzten Lizentiats-Prüfung (so hiess der Master damals), fing ich als Praktikantin beim Arbeitgeberverband Basel an, wo ich die Freude an arbeitsrechtlichen und sozialpartnerschaftlichen Themen entdeckte.

Ich blieb dem Fachgebiet treu, arbeitete am Zürcher Arbeitsgericht als Gerichtsschreiberin, war als Referentin für praxisbezogenes Arbeitsrecht tätig und später auch für die Erstellung von Prüfungsaufgaben und die Abnahme von Prüfungen in diesem Fach für den eidgenössischen Fachausweis für Human Resources verantwortlich. 


Noch während meiner Vorbereitungszeit für das Zürcher Anwaltsexamen bot mir Novartis die Stelle einer Rechtskonsulentin an. In dieser speziellen Welt eines global tätigen Konzerns begeisterte mich vor allem der Kontakt mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und beruflicher Expertise und die Möglichkeit, jeden Tag wieder Neues lernen zu können. Viele Jahre war ich für die Sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsleitung und den Personalvertretungen verantwortlich und hatte Gelegenheit, Lohn-, GAV- und Sozialplanverhandlungen zu führen, Mitwirkungsprozesse zu leiten und Restrukturierungen zu begleiten.


Aus Krisen wird man klug

Nach dem Aufbau der globalen Employee Relations bei Novartis beschloss ich, in die lokale Politik Basels einzusteigen, entschied mich für die CVP und wechselte zu den – damals noch hoch angesehenen – Basler Verkehrsbetrieben. Dort wäre meine primäre Aufgabe eigentlich gewesen, eine zeitgemässe Public Relations aufzubauen, aber es kam bekanntlich anders: Es folgten zwei heftige Jahre, in denen ich hauptsächlich in meiner Funktion als Generalsekretärin den Verwaltungsrat bei der ersten Krisenbewältigung unterstütze. 


Täglich im Dialog für die Standortentwicklung

Bei der F. Hoffmann-La Roche AG bin ich als Leiterin Community Relations nun seit bereits vier Jahren im Zusammenhang mit den Grossinvestitionen am Standort Basel für die Beziehungen zum lokalen Umfeld verantwortlich. So stehe ich täglich im Austausch mit Nachbarinnen und Nachbarn, Projektverantwortlichen, Interessengruppen, Behördenvertretenden oder der Regierung. Eine Aufgabe, bei der ich meine mediatorischen Fähigkeiten voll einbringen kann und die mich sehr erfüllt. Und ich erachte es als Privileg, ein kleines Rädchen in diesem riesigen Unternehmen zu sein und durch meinen Beitrag mitzuhelfen, dass immer mehr Krankheiten geheilt oder gelindert werden können.



*Agnostizismus (Wikipedia): Agnostizismus ist eine Weltanschauung, die insbesondere die prinzipielle Begrenztheit menschlichen Wissens, Verstehens und Begreifens betont. Die Möglichkeit der Existenz transzendenter Wesen oder Prinzipien wird nicht bestritten. Die Frage „Gibt es einen Gott?“ beantworten Agnostiker dementsprechend nicht mit „Ja“ oder „Nein“, sondern mit „Ich weiß es nicht“, „Es ist nicht geklärt“ oder „Es ist nicht beantwortbar“.